Eigenbetrieb der
Stadt Koblenz
Grünflächen- und
Bestattungswesen
Grünflächenwesen

Festungspark Asterstein

Der Festungspark Asterstein wurde Oktober 2019 mit einem Fest an die Bevölkerung übergeben. Unter Federführung des Eigenbetriebs legte die Stadt 18.000 Quadratmeter Wiesenflächen und 1000 Meter neue Wege an und pflanzte 30 neue Bäume. Der Park ist als Erholungsfläche mit Aussichtspunkten angelegt und auch als zukünftiger Veranstaltungsort gedacht. Die Planung stammt vom Berliner Landschaftsarchitekturbüro Franz Reschke. Finanziert werden konnte das Projekt dank einer 90prozentigen Förderung des Bundes im Rahmen der „Nationalen Projekte des Städtebaus 2015“.

Als markanter Orientierungspunkt dient der beleuchtete Obelisk am Steilhang zum Rhein mit Stadtbalkon. Der Park erschließt das Gelände des Reduits, des Torhauses sowie der ehemaligen Wallanlage. Ein Birkenraster zeichnet die Kontur der ehemaligen Wallanlage nach. Trotz der Steigungen herrscht weitgehende Barrierefreiheit, woraus sich das charakteristische „Zick-Zack“ der Wege ergibt. Einzelne Betonstelen unterstützen die Orientierung und vermitteln Informationen zur historischen Anlage. Neben Holzbänken laden Wiesenmöbel zum Sitzen ein und verweisen auf verschwundene Bauten.

Historie

Das Fort Asterstein, gelegen im gleichnamigen Stadtteil, wurde von 1818 bis 1826 erbaut. Der Name des Forts Asterstein ist auf den preußischen General Ernst Ludwig von Aster zurückzuführen, der die am Bau der Festung beteiligten Ingenieur-Offiziere befehligt hatte. Die Hauptaufgabe des Forts war der Schutz der Stadt Koblenz und des Ortes Ehrenbreitstein samt der Rheinbrücke. Außerdem bildete es einen südlichen Außenposten des Ehrenbreitsteins. Bis 1918 diente das Fort als preußische Kaserne und wurde anschließend bis 1929 von amerikanischen und französischen Besatzungssoldaten genutzt. Bei der 1927 erfolgten Entfestigung im Zuge des Versailler Vertrags blieben das runde Reduit (Kernwerk) und das Haupttor verschont, aber der Wall wurde weitgehend zerstört. Seit 1971 nicht mehr bewohnt, laufen seit 1996 Maßnahmen zur Sicherung der Bausubstanz. Das Fort gehört seit 2002 zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal und ist ein geschütztes Kulturdenkmal. Das Reduit mit seiner aufwendigen Hoffassade gehört zu den gestalterisch herausragenden Teilen der Festung Koblenz.