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Stadtgrün
Eigenbetrieb der
Stadt Koblenz
Grünflächen- und
Bestattungswesen
Ein Betrieb – zwei Zweige
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Brüstung am Denkmal wird abmontiert

Schon seit längerem neigt sich die Brüstung des Aussichtsbalkons nach innen. Der Grund: Hinter Mauer aus Naturstein sitzt ein Fundament aus Klinker, das sich über die Jahrzehnte gesenkt hat. Im April fiel dann ein Deckstein unterhalb der Brüstung aus der Mauer, weil das stabilisierende Gewicht von oben fehlt. Weitere Gesimsteile drohten herunterzufallen. Aus Sicherheitsgründen sperrte der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen den Balkon und die Treppen zu beiden Seiten sofort mit Bauzäunen ab. „Der Absturz hat uns deutlich gemacht, dass hier das statische Gefüge der Balustrade und weiterer Teile gestört sind“, sagt Manfred Böckling von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt. Während des Abbaus zeigten sich weitere Mängel. „Zum Teil fehlen auch die Verbindungsdornen zwischen den Steinen, die für Stabilität sorgen“, berichtet Steinmetz Michael Pitack. Es bestand akute Gefahr sowohl für das Denkmal, als auch für Menschen.

Bis der Aussichtsbalkon wieder genutzt werden kann und der Bauzaun verschwindet, wird es noch eine Weile dauern. Zuerst muss untersucht werden, wie die Spannungen in dem Bauwerk behoben und wie seine Statik sichergestellt werden kann. Anschließend können die Bauexperten des Eigenbetriebs ein Konzept für die Restaurierung erarbeiten und entscheiden, was mit den Treppen passieren soll. Hier haben die Wurzeln der Platanen die Steine angehoben. Für die Arbeiten am Kulturdenkmal, das Teil einer als Denkmalzone geschützten Anlage ist, gelten strenge Auflagen, die die langfristige Erhaltung sicherstellen.

Die Sanierung des Aussichtplatzes ist dabei nur der Anfang. Auch das eigentliche Denkmal braucht eine Restaurierung. Hier zeigen sich Schäden am Stein. Mit einem neuen Anstrich ist es deshalb nicht getan. Die Untere Denkmalschutzbehörde lässt zuerst eine Fläche zur Probe reinigen. Dann wird geprüft, ob der Stein gefestigt werden muss, ob neue Farbe aufgetragen werden soll oder der Stein sichtbar gemacht werden kann.

Seit 1896 prägt das Kaiserin-Augusta-Denkmal die Rheinanlagen. Die Koblenzer ehrten damit die Stifterin der Parkanlagen, die Gattin des deutschen Kaisers und preußischen Königs Wilhelm I. Die Statue von Kaiserin Augusta des Bildhauers Karl Friedrich Moest besteht aus Carrara-Marmor. Das Denkmal selbst wurde von Bruno Schmitz, der auch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck gestaltete, aus istrischem Kalkstein mit einem Sockel aus bayrischem Granit aufgebaut. Die seitlichen Reliefs des Bildhauers Vogel verweisen mit der Schlacht von Solferino (1859) auf die Gründung des Roten Kreuzes, das Augusta förderte, und zeigen die Stadt Koblenz.

Schäden am Kaiserin-AgustaDenkmal

Auch das Denkmal der Kaiserin Augusta muss restauriert werden. Hier zeigen sich bereits Schäden am Stein.

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