Eigenbetrieb der
Stadt Koblenz
Grünflächen- und
Bestattungswesen
Grünflächenwesen

Förderprojekt

Großfestung Koblenz

Mit der feierlichen Eröffnung des neu gestalteten Festungsparks Asterstein im Oktober 2019 ist der erste Baustein des Projektes „Großfestung Koblenz“ umgesetzt. Das Gesamtvorhaben wird im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert. Die Bauarbeiten unter der Projektleitung des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen begannen mit einem symbolischen Spatenstich im November 2018.

Plan des neuen Festungspark Asterstein

Der Plan des Festungsparks Asterstein stammt vom Berliner Landschaftsarchitekten Franz Reschke.

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Zwei Festungsteile im Fokus

Die Großfestung Koblenz stellt ein System von preußischen Festungswerken dar. Sie wurden im Zeitraum zwischen 1815 und 1834 erbaut, um den strategisch wichtigen Zusammenfluss von Rhein und Mosel zu sichern. Schon lange gab es die Idee, die Einzelbauwerke durch freie Blickachsen miteinander zu verbinden und aufzuwerten. Gewünscht war eine touristische Erschließung durch Sitz- und Aufenthaltsgelegenheiten zum Schauen und Verweilen, verbunden durch spannungsreiche Wegebeziehungen. Der erste Bauabschnitt sollte sich auf die Freilegung und Nutzbarmachung der beiden Ruinen Fort Asterstein und Feste Kaiser Franz konzentrieren. Die Festung Ehrenbreitstein ist Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz und ein Besuchermagnet. Und Fort Konstantin ist bereits gesichert und nutzbar, auch dank des Engagements einer Bürgerinitiative.

Laser stellten zum Festungsjubiläum die Sichtachsen her

Während des Festungsjubiläums wurden die Blickachsen zwischen den Festungsteile dargestellt. Foto: Lucky Luxem

Büro Reschke bekommt Zuschlag

Nach einem nationalen Planungs-Wettbewerb und zwei Bürgerbeteiligungen war 2017 der Zuschlag an das Berliner Planungsbüro Franz Reschke gegangen. Das Sieger-Konzept hatte mit besonderen gestalterischen Qualitäten überzeugt, die die Zeugnisse der Geschichte behutsam herausstellen. In Reschkes Konzept erfahren die Festungsstandorte eine Öffnung durch zwei Landschaftsparks in Richtung Stadt. Zudem wertet neue Vegetation den Freiraum im unmittelbaren Umfeld der Festungsbauwerke auf. Dank hoher Zuschüsse des Bundes im Rahmen der Fördermaßnahme „Nationale Projekte des Städtebaus 2015“ steht bis Ende 2019 ein Budget von 2,65 Millionen Euro zur Verfügung. Der Bund übernimmt mit 90 Prozent den Großteil der Kosten. Den Rest trägt die Stadt Koblenz.

Umsetzung der Maßnahme

Die Maßnahme ist in mehrere Teilschritte gegliedert, folgt jedoch einem aus dem Wettbewerbsentwurf entwickelten Gesamtkonzept. Erster Schritt des Projektes ist es, das Fort Asterstein und die Feste Kaiser Franz für Besucher besser zu erschließen und im Stadtbild sichtbar zu machen.

Bis März 2019 fanden vorbereitende Maßnahmen an den Standorten zukünftiger Festungspark Asterstein und zukünftiger Festungspark Kaiser Franz statt. Dies waren: Baufeldräumung, Auflichtung von Gehölzaufwuchs, Schaffung von Ersatzhabitaten für Eidechsen, Bodenarbeiten (Separierung von Bauschutt und ähnlichem). Als Vorbereitung wurde das Baufeld abgeräumt und der Baum- und Strauchbewuchs stark ausgelichtet. Der Boden musste für den künftigen Wegebau und die Neuanpflanzungen verbessert werden.

Luftaufnahme der Festung Asterstein während der Bauarbeiten für den neuen Festungspark. Foto: Olaf Schepers

Ende März 2019 begann die Hauptbaumaßnahme im zukünftigen Festungspark Asterstein. Das waren Landschafts- und Wegebauarbeiten. Den Auftrag hat die Firma Wust & Sohn aus Simmern erhalten. Dieser Hauptauftrag im Projekt hat ein Volumen von 1,3 Mio. Euro und schließt die Erdarbeiten, die begleitende Aufsicht durch einen Feuerwerker, den Bau der Wege, die Installation der Bänke, Informationselemente, Fahrradstellplätze und Abfallkörbe sowie der provisorischen Ausstellung auf einem Holzpodest mit ein. Die Wege wurden in Asphalt angelegt und mit Possehl beschichtet, so dass sich ein natürliches Bild ergibt. Unter Federführung des Eigenbetriebs wurden im ersten Bauabschnitt 18.000 Quadratmeter Wiesenfläche angelegt und 1000 Meter neue Wege entstanden. Die Infoelemente des Leitsystems und hochwertige Bänke erhöhen die Attraktivität des Parks. Ein Konzept für Veranstaltungen auf den neugewonnenen Flächen liegt vor.

Bauarbeiten im Festungspark

1000 Meter neue Wege entstanden unter der Regie des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen. Foto: Olaf Schepers

Baumbestand erneuert

Als markanter Orientierungspunkt wurde das Umfeld des Obelisken am Steilhang zum Rhein umgestaltet. Von dort schweift der Blick über die Innenstadt zum Fort Großfürst Konstantin und zur Feste Kaiser Franz. Der Park erschließt das Gelände des Reduits, des Torhauses sowie der ehemaligen Wallanlage. Der in den letzten 50 Jahren aufgewachsene Baumbestand rahmt das Gelände. Ein Birkenraster zeichnet die Kontur der ehemaligen Wallanlage nach. Vielfältige Wegeverbindungen und großzügige Wiesenflächen laden ein, das Gelände zu erkunden und schaffen Verbindungen zur Umgebung. Trotz der starken topografischen Prägung des Areals ist eine weitgehende Barrierefreiheit umgesetzt worden, woraus sich das charakteristische „Zick-Zack“ der Wege ergibt. Einzelne Betonstelen unterstützen die Orientierung und vermitteln Informationen zu der historischen Anlage. Neben Holzbänken laden Wiesenmöbel zum Sitzen ein. 30 neue Bäume wurden ergänzend zur Haupt-Baumaßnahme gepflanzt.

30 neue Bäume wurden gepflanzt

30 neue Bäume schmücken den neuen Festungspark Asterstein. Foto: Olaf Schepers

Bauarbeiten gehen weiter

Nach Eröffnung des Festungsparks Asterstein gehen die Bauarbeiten jedoch noch weiter. Seit drei Wochen läuft auch die Baustelle im zukünftigen Festungspark Kaiser Franz in Lützel. Auch hier entsteht ein Festungspark um das ehemalige Festungswerk. Die notwendige Sanierung der Brüstungsmauer ist bereits abgeschlossen und derzeit werden Wegebaumaßnahmen durchgeführt. Parallel werden mit Denkmalpflege und Archäologie unterirdische Gangsysteme dokumentiert, die im Zuge der Maßnahme gefunden wurden und nun gesichert und saniert werden sollen.

Nun wird der Park der Feste Franzsaniert

Auch an der Feste Franz entsteht jetzt ein neuer Park. Foto: Olaf Schepers

Ab April 2019 fand darüber hinaus die Erstellung eines Wegeleitsystems zwischen den Festungsteilen statt - angelehnt an das Wanderwegekonzept der Stadt Koblenz, als konzeptioneller Teil des Projektes Großfestung Koblenz, sowie die Ergebnisse des Lenné-Wettbewerbs.

 

Ausblick und weitere Bauabschnitte

Der Abschluss der Gesamtmaßnahme war für Ende 2019 geplant, wird sich aber gegebenenfalls durch die Sicherung der entdeckten Gangsysteme bis in das Frühjahr 2020 hineinziehen. Am Fort Konstantin wird in dieser Förderperiode zunächst nur eine Beschriftung im Design des Gesamtprojektes erstellt. Die Anlage war in den vergangenen Jahren bereits in einen guten Zustand versetzt worden.

Die Umsetzung weiterer Bauabschnitte, darunter auch die Sanierung der Festungsruinen, ist abhängig von zukünftigen Förderungen und der Einplanung im Haushalt der Stadt. Aktuell werden Voruntersuchungen zur Sanierung der Festungsgebäude getätigt, um eine belastbare Grundlage für weitere Förderanträge zu haben.

Fördergeber

Bundesinstitut für Stadt, Bau- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn

Amt für Bundesbau, Mainz,

Begleitet durch: Landesbetrieb für Liegenschafts- und Baubetreuung, Mainz

Beteiligte Firmen

Firma Wust & Sohn GmbH & Co. KG, Simmern (Landschafts- und Wegebauarbeiten), Büro Franz Reschke, Berlin (Planung/Bauüberwachung), Firma Zedler Baugesellschaft mbH, Ober-Flörsheim (Mauersanierung), Büro Schmitt & Pauken, Cochem-Brauheck (Bauüberwachung Mauersanierung), Bauprojekt Management & Training GmbH, Koblenz (Projektsteuerung), Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen der Stadt Koblenz

Geschichte

Die Festung Koblenz wurde in der Zeit von 1815 bis 1834 mit rund 14 Kilometern Umfang zu einer der bedeutendsten Befestigungsanlagen Europas ausgebaut. Das preußische Festungssystem bestand aus unterschiedlichen Bauwerken, die auf den Höhenzügen und in den tiefergelegenen Ebenen rings um die Stadt angeordnet waren. Zwischen den einzelnen Bauten dienten Blickbeziehungen der gegenseitigen Absicherung. Die Abstände zwischen den Festungswerken ermöglichten zudem eine lückenlose Verteidigung durch die Geschütze der Artillerie.

Von der preußischen Großfestung Koblenz existieren heute nur noch einzelne Festungsteile,  die Festung Ehrenbreitstein, das Fort Asterstein, das Fort Konstantin und die Feste Kaiser Franz. Darüber hinaus sind einige Relikte wie z.B. das Löwentor und die Neuendorfer Flesche erhalten geblieben.

Festung Ehrenbreitstein

Die Festung Ehrenbreitstein, welche von 1817 bis 1828 neu errichtet wurde, stellt heute den wohl bekanntesten Teil der preußischen Festungsanlage dar. Die Festung Ehrenbreitstein wurde von der preußischen Armee bis 1918 militärisch genutzt und diente insbesondere der Sicherung des Mittelrheintals im Bereich der Stadt Koblenz mit allen dazugehörigen Bahnwegen und Flussübergängen. Die Festungsanlage liegt auf einem 118 m hohen Plateau, welches an drei Seiten durch Steilhänge begrenzt ist und galt bis ins 19. Jahrhundert aufgrund seiner günstigen Lage als uneinnehmbar. Seit 2002 ist die Festung Ehrenbreitstein Teil des UNESCO Welterbes Oberes Mittelrheintal und in der Denkmalzone Festung Ehrenbreitstein als geschütztes Kulturdenkmal des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen.

Das Land Rheinland-Pfalz ist Eigentümer der Festung Ehrenbreitstein. Im Gegensatz zu den städtischen Festungsanlagen ist sie nicht Teil des Förderprojektes.

Heute

Heute beherbergt die Festung Ehrenbreitstein das Landesmuseum Koblenz, die Koblenzer Jugendherberge, das Ehrenmal des Deutschen Heeres sowie verschiedene Verwaltungsstellen. Zur Bundesgartenschau 2011 in Koblenz wurden das Vorgelände und Teile des Festungsgeländes selbst in die Veranstaltungsfläche einbezogen. Auf dem Vorgelände entstand ein großzügiger Landschaftspark mit Aussichtsplattform. Auf dem Festungsgelände sowie auf dem Festungspark finden ganzjährig eine Vielzahl von Veranstaltungen, wie Konzerte, Festivals und Sportveranstaltungen im Rahmen der Koblenzer Gartenkultur statt, welche das Gelände sowohl für Bürger als auch für Besucher zu einem attraktiven Ausflugsziel und Naherholungsgebiet machen.

Weitere Inforamtionen zur Festung Ehrenbreitstein finden Sie unter: www.tor-zum-welterbe.de

Fort Asterstein

Bauarbeiten beginnen im April 2019

Die Arbeiten für den neuen Festungspark um das Fort Asterstein beginnen ab dem 25. März 2019. Die umfangreichen Erd- und Wegebauarbeiten werden voraussichtlich bis September 2019 andauern und den Zugang zum Friedhof Asterstein behindern.
Während der Baumaßnahme können Besucher den Friedhof zu Fuß von der Lindenallee aus am Sportplatz entlang erreichen. Dieser Weg wird bis zum 5. April noch Instand gesetzt. Friedhofsnutzer mit Fahrgenehmigung können die Zufahrt von der Rudolf-Breitscheid-Straße aus voraussichtlich während der gesamten Bauzeit nutzen. Gewerbetreibende (Bestatter, Steinmetze und Friedhofsgärtner) können zudem über die Zufahrt vom Kolonnenweg aus den Friedhof erreichen. Hierzu wird den zugelassenen Betrieben durch die Friedhofsverwaltung ein Zahlencode für die Öffnung der Absperrung mitgeteilt.
Die Bauarbeiten sind Teil des Förderprojektes „Großfestung Koblenz“, welches im Laufe des Sommers auch den Standort Feste Kaiser Franz einbeziehen wird. Mit Abschluss der vom Bund mit 90 Prozent geförderten Maßnahme wird die Stadt Koblenz zwei Festungspark-Anlagen um das Fort Asterstein und die Feste Kaiser Franz den Bürgerinnen und Bürgern übergeben können.

Geschichte

Das Fort Asterstein, gelegen im gleichnamigen Stadtteil, wurde von 1818 bis 1826 erbaut. Der Name des Forts Asterstein ist auf den preußischen General Ernst Ludwig von Aster zurück zu führen, der die am Bau der Festung beteiligten Ingenieur-Offiziere befehligt hatte. Die Hauptaufgabe des Forts war der Schutz der Stadt Koblenz und des Ortes Ehrenbreitstein samt der Rheinbrücke. Außerdem bildete es einen südlichen Außenposten des Ehrenbreitsteins. Bis 1918 diente das Fort als preußische Kaserne und wurde anschließend bis 1929 von amerikanischen und französischen Besatzungssoldaten  genutzt. Bei der 1927 erfolgten Entfestigung im Zuge des Versailler Vertrags blieben das runde Reduit (Kernwerk) und das Haupttor verschont, aber der Wall wurde weitgehend zerstört. Seit 1971 nicht mehr bewohnt, laufen seit 1996 Maßnahmen zur Sicherung der Bausubstanz, die inzwischen auch wieder eine Nutzung erlauben. Das Fort gehört seit 2002 zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal und ist ein geschütztes Kulturdenkmal. Das Reduit mit seiner aufwendigen Hoffassade gehört zu den gestalterisch herausragenden Teilen der Festung Koblenz.

Fort Konstantin

Das Fort Großfürst Konstantin ist benannt nach Konstantin Pavlovich, dem Bruder eines russischen Zaren. Auf dem ehemaligen Gelände eines Kartäuserklosters wurde es von 1822 bis 1827 erbaut; es gehört zum Stadtteil Karthause. Die Hauptaufgabe dieses Forts war es, die Verbindung zwischen der Feste Kaiser Alexander und der befestigten Stadt Koblenz sowie das Vorfeld der Stadt bis zu den Ufern von Rhein und Mosel zu sichern. Nach dem ersten Weltkrieg sollte Fort Konstantin im Zuge des Versailler Vertrages entfestigt werden. Aufgrund zahlreicher Erhaltungsanträge wurde jedoch nur ein Teil zurück gebaut, um es militärisch unbrauchbar zu machen. Heute ist es neben der Festung Ehrenbreitstein das einzige fast vollständig erhaltene Werk der Festung Koblenz. 1994 begannen umfangreiche Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen, die halfen, das Fort wieder zunehmend nutzbar zu machen. Seit 2001 zählt das geschützte Kulturdenkmal zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Weitere Informationen zum Fort Konstantin finden Sie hier: www.pro-konstantin.de

Feste Kaiser Franz

Die Feste Kaiser Franz liegt im Stadtteil Lützel. Erbaut wurde sie 1817 bis 1822. Neben diesem Hauptwerk schloss das System zusätzliche Festungsanlagen wie die Neuendorfer Flesche, die Bubenheimer Flesche, die Moselflesche, die Metternicher Schanze, die Rübenacher Schanze sowie die Rheinschanze mit ein. Die Feste Franz diente der Sicherung der Stadt Koblenz zum Neuwieder Becken hin, deckte den Moselübergang und konnte ein Truppenlager sichern. Aufgrund des Versailler Vertrages wurde auch die Feste Kaiser Franz entfestigt, weshalb heute nur noch einige Teile davon erhalten sind. Das Reduit wurde durch die Bundeswehr im Jahr 1959 gesprengt, um es unbewohnbar zu machen. Heute zeugen nur noch die beiden seitlichen Enden des halbkreisförmigen Bauwerks von seiner einstigen Größe. Seit 1984 bis heute wurden immer wieder Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt. Die Feste Kaiser Franz ist ebenfalls ein Kulturdenkmal und gehört zum UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Weitere Inforamtionen zur Feste Kaiser Franz finden Sie unter: www.feste-franz.org

Heutige Nutzung der Festungsteile

Heute kümmern sich insbesondere Festungsinitiativen und Fördervereine um die Erhaltung, Sanierung und Nutzung der Festungsteile. Die Festungen sind in der Regel an festen Terminen für Besichtigungen und Führungen geöffnet. Insbesondere in den Sommermonaten werden die Anlagen als Veranstaltungsort für Ausstellungen und Konzerte genutzt. Darüber hinaus können einige Festungsteile für private Veranstaltungen angemietet werden.

Rückblick

Nach einem nationalen Planungs-Wettbewerb und zwei Bürgerbeteiligungen war 2017 der Zuschlag an das Berliner Planungsbüro Franz Reschke gegangen. Das Sieger-Konzept hatte mit besonderen gestalterischen Qualitäten überzeugt, die die Zeugnisse der Geschichte behutsam herausstellen.

Peter-Josef-Lenné- Preis

Der Peter-Josef-Lenné -Preis ist der größte internationale Ideenwettbewerb für junge Landschaftsarchitekten, Planer und Künstler. Die Stadt Koblenz konnte im Jahr 2014 für diesen im zweijährigen Rhythmus vom Land Berlin ausgelobten Wettbewerb die Aufgabe „Großfestung Koblenz – Chancen für den Freiraum“ stellen. Damit ist es gelungen, die Stadt Koblenz in diesem internationalen Wettbewerb zu positionieren. Das Preisgericht tagte im August in Berlin und bewertete insgesamt 65 Arbeiten von denen 18 für die Aufgabe aus Koblenz eingereicht wurden. Die Ergebnisse des Wettbewerbs stellen die Festungsrelikte als wesentlichen Teil des städtischen „Freiraumgerüstes“ mit freizustellende Blickachsen, Sitz- und Aufenthaltsgelegenheiten zum Schauen und Verweilen heraus, die durch spannungsreiche Wegebeziehungen verbunden werden.

Ergebnisse Bürgerbeteiligung

Ihre Meinung war gefragt!

Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen der Stadt Koblenz in Kooperation mit den Freunden der Bundesgartenschau Koblenz 2011 e.V. veranstalteten zum Projekt "Großfestung Koblenz" zwei Bürgerbeteiligungen.

Zwischen Anfang August 2016 bis Ende Sepbember 2016 hatten die Bürger die Möglichkeit an einer Online Umfrage teilzunehmen. An dieser Befragung nahmen 644 Bürger teil.

Des Weiteren veranstaltete der EB67 am 12.11.16 einen Bürgerworkshop zu oben genannten Thema. Ziel dieses Workshop war es, die Ansprüche der Bürger anhand eines Stationenlaufs zu erfahren, um diese in den Wettbewerb zur Planung des Projektes „Großfestung Koblenz“ miteinbeziehen zu können. An diesem Tag waren 83 Teilnehmer vor Ort.

Der Planungswettbewerb zur Großfestung Koblenz wird Ende des Jahres ausgeschrieben. Dabei haben Landschaftsarchitekten und Planer die Möglichkeit, Ideen und Pläne zur Gestaltung der „Großfestung Koblenz“ zu entwerfen. Die Planung des Siegers wird im Anschluss des Wettbewerbs realisiert. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung gelten als wichtiges Instrument, um die Ansprüche der Bürger bei der Planung durch die Wettbewerbsteilnehmer berücksichtigen zu können.

Die Ergebnisse der zwei oben genannten Bürgerbeteiligungen finden Sie hier:

Ergebnisse Online Umfrage

Ergebnisse Bürgerworkshop

Pressemappe

Büro Franz Reschke überzeugt
  • bis März 2019: vorbereitende Maßnahmen an den Standorten zukünftiger Festungspark Asterstein und zukünftiger Festungspark Kaiser Franz
    • Baufeldräumung,
    • Auflichtung von Gehölzaufwuchs
    • Schaffung von Ersatzhabitaten für Eidechsen
    • Bodenarbeiten (Separierung von Bauschutt und ähnlichem)
  • Ende März 2019: Beginn der Hauptbaumaßnahme im zukünftigen Festungspark Asterstein
    • Landschaftsbauarbeiten, Wust & Sohn aus Simmern
  • ab April 2019: Erstellung eines Wegeleitsystems zwischen den Festungsteilen
    • angelehnt an das Wanderwegekonzept der Stadt Koblenz, als konzeptioneller Teil des Projektes Großfestung Koblenz
  • April/Mai 2019: Ausschreibung der Sanierung der Brüstungsmauer auf Feste Kaiser Franz,
    • geplanter Abschluss dieser Arbeiten im Juli 2019
  • ab Juli 2019: Beginn der Arbeiten im zukünftigen Festungspark Kaiser Franz
  • Oktober 2019: Fertigstellung des Festungspark Asterstein
  • an Fort Konstantin wird in dieser Förderperiode zunächst nur eine Beschriftung im Design des Gesamtprojektes erstellt

Die Umsetzung weiterer Bauabschnitte ist abhängig von zukünftigen Förderungen beziehungsweise der Einplanung im Haushalt der Stadt.

Fördergeber

  • Bundesinstitut für Stadt, Bau- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Bonn
  • Amt für Bundesbau, Mainz
  • Begleitet durch: Landesbetrieb für Liegenschafts- und Baubetreuung, Mainz

Partner

  • Amt für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt Koblenz
  • Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE)
  • Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord)
  • Umweltamt Koblenz
  • Festungsinitiative „Pro Konstantin e.V.“
  • Festungsinitiative „Feste Kaiser Franz e.V.“
  • AWO Koblenz

Kontakt

Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen der Stadt Koblenz
Projektverantwortlicher: Michael Karkosch
Beatusstraße 37
56073 Koblenz

Telefon: 0261 129 4235
Telefax: 0261 129 4200
E- Mail: grossfestung@stadt.koblenz.de